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Schweigen ist Gold: Eine Nacht auf der Pistenraupe in Norwegen

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Ich kann es den kleinen Rackern förmlich von den Lippen ablesen. Obwohl sie ihre Worte auf Norwegisch sprechen. „Wer ist dieser Freak da drüben?“, fragen sie ihre Eltern. Der Typ, der alleine am Tisch sitzt, sich hinter einem Buch versteckt, ein Carlsberg für 10 Euro trinkt und sich sichtlich unentspannt das Essen vom Büffet reinschaufelt, während doch sonst im Speisesaal nur festlich gekleidete Familien sitzen. Mutter im kleinen Schwarzen, Vater im Smoking, und sie, die Kinder, in einer Art Kommunionstracht. [Weiterlesen]

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Sommerfrische im Gezeitenland: Die Bay of Fundy in Kanada

Guy Quinn trägt sein Kajak weit den steinigen Strand hinauf. „Das wird nötig sein“, meint er. Wenig später zeigt er auf zwei helle Punkte, die sich auf einem Felsen befinden. Rund 75 Meter weiter, im eiskalten Wasser. „Auch diese beiden werden nach unserem Lunch nicht mehr da sein“, sagt er bestimmt.

Guy Quinn

Guy Quinn

Dann richtet Guy auf einem angeschwemmten Birkenstamm eine kleine Mahlzeit an: kaltgeräucherter Lachs, dazu Cracker, Gurken, Melone und schwarzen Tee.

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Guy ist ein drahtiger Mann mit einem weißen Vollbart. Ein Typ Kanadier, wie es ihn in der Atlantikprovinz New Brunswick häufig gibt: Im Sommer paddelt er mit Touristen zu den unbewohnten Inseln, die sich vor Deer Island aus dem Meer erheben. Den Rest des Jahres unterrichtet er in Montreal Outdoor- und Umwelterziehung. Aktiv sein und im Einklang mit der Natur leben. Das ist es, was ihn treibt. „Geld und Besitz sind mir nicht so wichtig.“

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Die Mühlen der Zivilisation arbeiten in sicherem Abstand zu Deer Island. Das Eiland im äußersten Südosten des Landes ist nur mit einer Autofähre zu erreichen. Die nächste Stadt von einiger Bedeutung ist Boston, etwa sieben Stunden weiter südlich.

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Plötzlich zeigt Guy in Richtung des besagten Felsens, wo eines der beiden Objekte zum Start ansetzt. Ein Weißkopfseeadler, der nasse Füße vermeiden möchte. Bald darauf gibt auch sein Geselle den Standort auf. Wieder einmal spielen die Gezeiten in der Bay of Fundy den stolzen Raubvögeln einen Streich. Aus dem geruhsamen Frühsommertag auf dem Privatfelsen wird nichts.

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Auch der erste Kajakrumpf wird von den Fluten umspült, die nirgendwo auf der Welt so energiegeladen sind, wie in der Bucht zwischen New Brunswick und Nova Scotia: 17 Meter beträgt der Unterschied zwischen Ebbe und Flut an einigen Orten. Ein Naturereignis, das zweimal am Tag bis weit hinein ins Festland tiefe Furchen hinterlässt.

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Wenn das Meerwasser dann wenige Stunden später zurückkehrt, entwickelt es solche Kräfte, dass es in der Hafenstadt Saint John eine Stromschnelle nicht nur aufhält, sondern regelrecht zurückdrängt. Als „reverse falls“, einen umgedrehten Wasserfall, bezeichnen die Einheimischen das Phänomen.

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Höchste Zeit für die Weiterfahrt. Guy navigiert seine kleine Gruppe um eine Klippe herum. „Ein Wiesel“, jauchzt Ron aus Calgary, als er einen pelzigen Vierbeiner sieht. Doch Guy winkt ab. Das Tier, das über einen Teppich aus Algen gehuscht ist, gehört zu einer begehrteren Spezies. Schließlich blicken wir gerade auf „Mink Island“. Die Insel der Nerze. Trotz der rasant einfallenden Flut bleibt das Wasser spiegelglatt. Ein paar neugierige Seehunde nähern sich den Booten. Sie wollen wissen, wer sich in ihrem Revier tummelt.

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Zurück an Land, verspricht Joanne eine transzendentale Erweiterung des Naturerlebnisses. Schließlich nennt sich die Disziplin, die hier ausgeübt wird, „Kayoga“. Joanne bittet die Wassersportler auf blaue Matten. Es gilt, den Körper von den Anstrengungen des Tages zu entlasten: Mit Strategien zur Dehnung bestimmter Körperteile, dann mit Konzentrationsübungen. Beschwerte sich Ron anfangs noch, dass er kein „Stretcher“ sei, ist von seiner Matte nun ein leises Schnarchen zu vernehmen. Als er wieder aufwacht, sagt er: „Wow, sogar das Yoga war gut.“

Lektüre für Champions

Lektüre für Champions

Nur wenige Kilometer weiter südlich versucht sich auch Sarah McDonald an der Vermittlung von Glücksgefühlen. Die 36-Jährige Blondine ist Kapitän der „Elsie Menota“.

Sarah McDonald

Sarah McDonald

Das motorisierte Segelschiff ist im Hafen von „Grand Manan“ beheimatet, der größten Insel in der Bay of Fundy. Seit zwölf Jahren sticht Sarah an jedem Sommertag in See, denn die Bucht gehört zu den bevorzugten Refugien für Wale. „Die Flut spült alle zwölf Stunden jede Menge Köstlichkeiten herein“, sagt Sarah: Plankton, Makrelen und Heringe.

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Nach rund zwei Stunden lassen sich tatsächlich zwei Minkewale blicken. Kurz darauf steigt eine stattliche Fontäne aus dem Wasser. Der Vorbote dafür, dass nun ein majestätischer Finnwal seine Flosse zeigen wird. Nur der eine Blauwal, der sich laut Sarah in der Buch tummelt, will sich nicht blicken lassen.

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Auch Sandy Flagg lebt vom Temperament des Wassers. Der 52-Jährige verkauft „Dulse“ in allen Variationen – Meeresalgen, die Kenner in Salaten verarbeiten oder in Suppen. Mit beträchtlichem Aufwand pflücken Sandys Gehilfen die Gewächse, wenn die Ebbe es gerade zulässt. In Paketen von bis zu 50 Pfund karren sie ihre Beute an Land, wo sie getrocknet wird. Wenn es das Wetter erlaubt. Das Resultat duftet angenehm nach geräuchertem Salzwasser. Kundin Beth Johnston verrät: „Für mich ist das so gut wie Schokolade.“

The waves are clean, but the water is cold

The waves are clean, but the water is cold

Feinschmecker mit einer etwas konventionelleren Ausrichtung bevorzugen den Hummer, der in der Bucht in rauen Mengen vorkommt.

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In St. Andrews by the Sea gibt es kein Restaurant, das während der Saison nicht wenigstens ein Lobster-Sandwich im Angebot hätte. Der Ort ist nur durch eine schmale Wasserstraße vom US-Bundesstaat Maine getrennt – und er hätte das Potenzial, Kanadas einziges Seebad zu sein.

Vornehm: Das Algonquin Hotel

Vornehm: Das Algonquin Hotel

Doch der bedenkenlosen Vergabe dieses Prädikats steht wiederum die Bay of Fundy im Wege: Durch die Gezeiten kann sich das Wasser nicht aufheizen. Nur selten wird der Atlantik wärmer als zehn Grad – obwohl sich der Ort auf einem Breitengrad mit Wien befindet. NewBrunswick12

Pastellfarbene Holzhäuser prägen das Erscheinungsbild von St. Andrews. Dahinter erhebt sich auf einem Hügel das trutzige Algonquin Hotel.

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Wohlhabende New Yorker wussten die Sommerfrische hier schon vor 100 Jahren zu schätzen. Bis heute laufen zahlreiche amerikanische Yachten in den Hafen ein. Je nach Wasserstand verschwinden ihre Masten hinter den Pier-Anlagen. Aber höchstens für ein paar Stunden.

Immer für eine Überraschung gut: Yoga-Fan Ron aus Calgary

Immer für eine Überraschung gut: Yoga-Fan Ron aus Calgary

Informationen:

Die Bay of Fundy befindet sich zwischen den kanadischen Provinzen New Brunswick und Nova Scotia. Die Anreise erfolgt am besten über Halifax, zum Beispiel mit Condor ab Frankfurt (drei Mal wöchentlich ab 500 Euro). Eventuelle Zwischenübernachtung im Hotel „Prince George“ in der Innenstadt von Halifax: princegeorgehotel.com

Flirt im canadian style

Flirt im canadian style

Die beste Reisezeit sind die Monate von Juni bis Mitte Oktober. Im Juni blühen überall entlang der Straßen tausende Lupinen, im Indian Summer (Frühherbst) verfärbt sich Laub sehr ansehnlich.

Lupinen prägen im Frühsommer die Landschaft

Lupinen prägen im Frühsommer die Landschaft

Während der Sommermonate ist das Klima gemäßigt warm (Höchsttemperaturen 18 bis 28 Grad), am Meer jedoch kann es durch den kalten Ozean immer frisch sein. Bei Aktivitäten auf dem Wasser ist entsprechend warme Kleidung erforderlich.

New Brunswick ist der einzige kanadische Bundesstaat, der offiziell bilingual ist. Überall wird neben Englisch auch Französisch gesprochen.

Die Acadiens sind die französischsprachige Minderheit

Die Acadiens sind die französischsprachige Minderheit

„Kayoga“ auf Deer Island mit „Seascape Kayak Tours“, erreichbar mit der kostenlosen Autofähre ab Back Bay.

seascapekayaktours.com

Walbeobachtung auf Grand Manan mit „Whales-n-Sails“, erreichbar mit der kostenlosen Fähre ab Blacks Harbour.

whales-n-sails.com

Fahrrad fährt man in New Brunswick gerne mal im Kilt

Fahrrad fährt man in New Brunswick gerne mal im Kilt

Übernachtung in St. Andrews by the Sea: Fairmont Algonquin ab etwa 150 kanadische Dollar im Doppelzimmer.

algonquinhotel.com

Weitere Informationen:

tourismnewbrunswick.ca

de.canada.travel

Die Reise wurde vom kanadischen Fremdenverkehrsamt CTC und von Tourism New Brunswick unterstützt.

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Alle Tage wieder in Tennessee: Hotel feiert Weihnachten – immer

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei…“. Der Weihnachts-Countdown hat ausgedient in Pigeon Forge. Denn am Rande der Smoky Mountains in Tennessee, im Herzen des amerikanischen Bibelgürtels, muss nicht auf Santa Claus warten, wer nicht will. Wer vor lauter Vorfreude auf das Fest nicht mehr kann, der checkt einfach im „Inn at Christmas Place“ ein. Denn dort ist heut‘ schon Weihnachten, und das 365 Tage im Jahr.

Alles ist erleuchtet: Inn at the Christmas Place in Pigeon Forge/Tennessee

Alles ist erleuchtet: Inn at the Christmas Place in Pigeon Forge/Tennessee

Da ist er also zu Hause, der Weihnachtsmann. Nicht am Nordpol wie es ihm in den USA nachgesagt wir. Nicht in Lappland, wie es die meisten Europäer ihren Kindern erzählen. Und auch nicht in Grönland, so die dänische Version über das mutmaßliche Domizil des großen Geschenkebringers. Nein Santa Claus, die amerikanische Version des Mannes mit dem roten Mantel und dem weißen Rauschebart, muss irgendwo in Tennessee wohnen (oder zumindest eine Residenz haben), alles andere grenzte an Gaukelei. Denn wie sonst könnte er den Hotelgästen täglich zum Frühstück die Hand schütteln? Oder zur regelmäßigen Bespaßung auftauchen: „Wir haben unseren eigenen Santa“, bestätigt Jan Trentham, im Hotel für die Pressearbeit zuständig. „Zwei Mal in der Woche gibt er Konzerte, spielt Gitarre und singt dazu.“

Singen mit Santa: Der Mann mit Rauschebart greift routinemäßig zur Klampfe

Singen mit Santa: Der Mann mit Rauschebart greift routinemäßig zur Klampfe

Überhaupt ist Santa und alles, was er im Schlepptau hat, präsent in der Herberge mit ihren 145 Zimmern für rund 350 Gäste, um die sich neben dem Bärtigen auch noch eine 90-köpfige Crew kümmert. Allerorten auf allen Stockwerken wacht Santa, auch wenn es nur kleine oder menschengroße Figuren sind, deren Blicke einen selbst durch die schließende Aufzugstür verfolgen. Girlanden und Tannenkränze schmücken Decken und Wände, Gestecke die Badezimmer. Omnipräsent sind zu Kitsch erstarrte Rentiere, Schäfchen, heilige Könige. Die Presidential Suite für 399 Dollar die Nacht ist mit zwei eigenen Weihnachtsbäumen ausgestattet, die günstigeren Zimmer ab 79 Dollar immerhin mit reichlich Tannenzeug.

Es weihnachtet sehr

Es weihnachtet sehr

„Unser überragendes Designteam sorgt dafür, dass stets frische Dekoration alle Räume verziert“, sagt Mary, die in der Hotelverwaltung arbeitet. Und wem’s gefalle, klar, der könne die gleichen Kränze, Gestecke und Girlanden käuflich erwerben: „Gleich gegenüber auf der anderen Seite der Straße in unserem ‚Incredible Christmas Place’.“

In diesem unglaublichen Laden, so zu sagen dem Outlet für Besinnlichkeitsklimbim und anderem Kram, kann alles erstanden werden, was irgendwie nach Zimt, Glühwein und gebrannten Mandeln riecht: Zapfen, rote Socken, Lichterketten und Figuren von Sängern, Predigern, Jesusbabys, Kamelen, Schafen nebst Krippen. Und Weihnachtsbäume aus Kunststoff – auch in der Version „upside down“, mit der Spitze nach unten. Santa himself ist als Figur in allen Varianten, Posen und Größen zu haben: Er tanzt als Mr. Claus mit der ebenfalls rotummantelten Mrs. Claus, er gibt als „Santa Barbecuing“ mit Flip-Flops und Schürze den Grillmeister, fährt selbstredend Schlitten und kniet vor dem Jesuskinde. Was er im Hotel zum besten gibt, kann auf CDs erworben werden. „Hier finden Sie alles, um ihr Zuhause in ein Weihnachtwunderland zu verwandeln“, so ein Werbetext.

Santa ist Herr über leere Hotelgänge

Santa ist Herr über leere Hotelgänge

Seit 200 Jahren ist der Weihnachtsmann oder eben die US-Version Symbol des weihnachtlichen Schenkens. Und damit begann der Kommerz, der in Herberge und Shop eine Art Vollendung gefunden hat. Der Beginn der Kommerzialisierung des heiligen Nikolaus von Myra, auf dessen Legende auch Santa Claus historisch zurückverfolgt wird, begann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, schreibt der britische Journalist Jeremy Seal in seinem Buch „Nicholas: The Epic Journey from Saint to Santa Claus“, in dem er dem Phänomen Weihnachtsmann und der Erosion des Heiligen auf den Grund geht.

Weihnachtsland ist abgebrannt - Kritiker sprechen von Erosion des Heiligen und Sinnentleerung

Weihnachtsland ist abgebrannt – Kritiker sprechen von Erosion des Heiligen und Sinnentleerung

Zu der Zeit formierten sich Schlitten, Rentiere und Glocken um den Heiligen. „Man kann Verständnis dafür aufbringen, aber es ist eine Korrumpierung dessen, was eigentlich mit ihm verbunden war. Im Mittelalter war er ein reines Symbol der Barmherzigkeit. Heute ist er eine absonderliche Mischung aus dieser Barmherzigkeit und zügellosem Kommerz“, sagte Seal in einem Interview nach der Veröffentlichung seines Buches vor einigen Jahren. Adelheid Utters-Adam vom Erzbischöflichen Ordinariat München formuliert es so: Bei Santa Claus, dem Werbeträger der Coca-Cola-Industrie, gehe es schon lange nicht mehr um religiöse Inhalte. Ebenso klar ist ihre Meinung zum Hotelkonzept: „Wenn ich immer Weihnachten feiere, ist es völlig sinnentleert und ohne Bezug zu den wirklichen Hintergründen.“ Diese könnten im Alten Testament im Buch Kohelet 3, 1 – 8 nachgelesen werden: „Dort steht: Alles hat seine Stunde.“

Alles hat seine Stunde - auch das Glockenspiel

Alles hat seine Stunde – auch das Glockenspiel

Indes erklingt in der Hotellobby „We wish you a merry Christmas“, sommers wie winters. Was da klimpert und noch andere Weihnachtsweisen auf dem Kasten hat, ist „der größte Stolz“ des Hauses: das zweistimmige Glockenspiel. „14 Glocken und eine automatische Orgel läuten jede Stunde mit einem Weihnachtslied ein“, sagt Mary: „Das Glockenspiel begeistert Kinder jeden Alters!“

Im „Inn at Christmas Place“ ist Around-the-clock-Weihnachtsstimmung auch lukrativ. „Seit unserer Eröffnung im Juni 2007 läuft das Geschäft sehr gut“, meint PR-Frau Trentham und verortet den Erfolg emotional in der Erkenntnis: „Weihnachten ist Magie!“ und betriebswirtschaftlich in der „Belastbarkeit des Weihnachtsthemas“. Menschen, die die Besinnlichkeit liebten, hätten nichts dagegen, sich auch im Juni in Stimmung zu bringen.

Lebensgroß und leblos

Lebensgroß und leblos

 

Bis zum 23. Dezember sieht das Programm Gesang und die Verlesung von Psalmen im Akkord vor, während Santa zu Cornflakes und Pancakes weiter kräftig die Hände schüttelt. Aber dann ist erst einmal Schluss: „Wir haben kein Programm am Christmas Eve und Santa ist außer Haus, um all den lieben Mädchen und Jungs Geschenke zu bringen“, räumt Trentham ein und erklärt: „Wir wollen so vielen unserer Mitarbeitern wie möglich frei geben, damit sie zu Hause bei ihrem Familien sein können.“ Ab dem 26. ist dann wieder volles Lebkuchenhaus angesagt. Erst in Januar und Februar geht den Weihnachtshungrigen ein wenig die Luft aus. Trentham: „Das sind unsere schwächsten Monate.“ Will heißen: Ab März weihnachtet es dann schon wieder mehr.

Der Hotel-Santa reiht sich gern ein, wenn es um das Erinnerungsfoto geht

Der Hotel-Santa reiht sich gern ein, wenn es um das Erinnerungsfoto geht

Immer geöffnet hat übrigens auch das Weihnachtspostamt des Vier-Sterne-Inns. Seit der Hoteleröffnung haben tausende Kinder Santa ihre Briefe geschrieben und in den Kasten in der Lobby gesteckt. „Dear Santa,“, schreibt ein Mädchen, “es wird weihnachtlich, ich wünsche den armen und waisen Kindern eine Familie und ein tolles Weihnachten, und dass sie viel Spielzeug geschenkt bekommen. Merry Christmas Santa!“

Behälter für den Wunschzettel an die Anonymität

Behälter für den Wunschzettel an die Anonymität

Nur ein Wunsch dürfte fast nie in Erfüllung gehen – der nach Weißer Weihnacht. Auch wenn sich Betreiber-Familie Biggs für die Totalität der Besinnlichkeit ins Zeug legt, konnte sie bislang keinen Vertrag mit dem Wettergott aushandeln. Und so fällt der Schnee nur selten dort im Osten Tennessees. Und wenn, dann schmilzt er dahin, bevor er weiße Pracht genannt werden könnte.

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