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Ein paar Dinge, die ich an Barcelona vermisse

Ein paar Dinge die ich an Barcelona vermisse Boarding Completed Reiseblog Spanien Pintxos Parc Guell Cava Ralf Johnen Woody Allen26

Es gab eine Zeit, die noch nicht so lange her ist, als ich alle paar Monate in Barcelona war. Ich bin mir nicht sicher, wann und warum diese Lebensphase zu Ende gegangen ist. Aber ich weiß: Es gibt ein paar Dinge, die ich an Barcelona vermisse.

Vorsicht Monster: Dreharbeiten im Barri Gotic

Vorsicht Monster: Dreharbeiten im Barri Gòtic

Da wäre zum Beispiel die Wohnung im Barri Gòtic, die wir uns für ein paar Tage gemietet haben – in die wir jedoch bei unserer Ankunft kaum hineingekommen sind, weil Woody Allen meinte, dort gerade „Vicky Cristina Barcelona“ drehen zu müssen.

Scarlett Johannson is in da house: Blick vom Balkon auf den Set

Scarlett Johannson is in da house: Blick vom Balkon auf den Set

Nie war ich Scarlett Johannson und Penelope Cruz näher, als an diesem Sommerwochenende im Jahr 2007. Doch das bisschen Glamour, das war keineswegs alles.

Bekannt aus der Antonioni-DVD-Box: Die "Casa Milà" von Antoni Gaudí

Bekannt aus der Antonioni-DVD-Box: Die „Casa Milà“ von Antoni Gaudí

In meinen wiederkehrenden Träumen (die ich mit meinem imaginären Therapeuten aufarbeite) taucht regelmäßig die Casa Milà auf. Jack Nicholson hat das Dach von „La Pedrera“ (wie der Volksmund sagt) in Antonionis „Profession Reporter“ erkundet.

Wie aus dem Tim Burton-Film: Die Casa Batiló

Wie aus dem Tim Burton-Film: Die Casa Batiló

Nur ein paar Schritte entfernt, ebenfalls am Passeig de Gràcia, steht mit der Casa Batiló ein noch unwirklicheres Phantasiegebäude.

Vor allem nachts scheinen Gaudís Bauten wie aus dem Märchenwald

Vor allem nachts scheinen Gaudís Bauten wie aus dem Märchenwald

Und wenn ich schon mal bei seltsam entrückten Konstrukten bin, muss ich natürlich auch einen Gedanken an den Parc Güell verschwenden.

Natürliche Schlichtheit: Gaudís Säulenlandschaft im Parc Güell

Natürliche Schlichtheit: Gaudís Säulenlandschaft im Parc Güell

Rechte Winkel? Die braucht kein Mensch

Rechte Winkel? Die braucht kein Mensch

Farbenfrohe Kachelfragmente hingegen machen sich allerorten gut

Farbenfrohe Kachelfragmente hingegen machen sich allerorten gut

Doch Barcelona inspiriert nicht nur zu andächtiger Kontemplation über irre Baumeister. Auch Essen und Trinken wecken meine Begierde.

Ein Fest: Jamón Iberíco aus der Boqueria

Immer ein Fest: Jamón Iberíco aus der Boqueria

Die Speisen sollten vorzugsweise in kleinen Portionen kommen und herzhaft sein.

Ob scharf oder unscharf - die Pimientos de Padron sind einer meiner ewigen Favoriten

Ob scharf oder unscharf – die Pimientos de Padron gehören zu meinen ewigen Favoriten

Allerdings gibt es kaum etwas, wofür ich so weit laufen würde, wie für eine ganz bestimmte Spezialität aus südlichen Ländern, die ich in unseren feindseligen Gefilden noch nie entdeckt habe.

Objekt meiner Begierde und Gegenstand unerfüllter Tagträume: Gefüllte Pinienkernbällchen

Objekt meiner Begierde und Gegenstand unerfüllter Tagträume: Gefüllte Pinienkernbällchen

Gerne erinnere ich mich allerdings auch an die Montaditos, wie sie am äußersten Ende der Ramblas in der Cerveceria Ciudad Condal serviert werden. Nicht selten wurden wir von einheimischen Gästen respektvoll beäugt – weil wir gleich mehrere Teller mit den Kreationen vertilgt haben.

Gerne erinnere ich mich auch an die Montaditos - die katalanische Variante der baskischen Pintxos

Montaditos – die katalanische Variante der baskischen Pintxos

Aber natürlich gibt es noch mehr Dinge, die ich an Barcelona vermisse. Da war zum Beispiel diese Spelunke im Gotíc, die ein Kanadier geführt hat.

Schräge Vögel: Nachtschattengewächse in meiner favosisierten Expat-Bar

Schräge Vögel: Nachtschattengewächse in meiner favosisierten Expat-Bar

Einmal, als ich zunächst zum wiederholten Male vergeblich nach der Kaschemme suchen musste, hatte der Kanadier ein blaues Auge. Gerne würde ich mal nachsehen, wie es ihm heute so geht. Überhaupt darf ich mein Faible für gute Drinks nicht verschweigen.

Korkenförmige Zugmaschinen in San Sadurní d'Anoia

Korkenförmige Zugmaschinen in Sant Sadurní d’Anoia

Eine der S-Bahnlinien führt direkt aus dem Stadtzentrum nach Sant Sadurní d’Anoia. In dem Weinort sind etliche Cava-Produzenten beheimatet – inklusive Probierstuben.

Wie kommt der Cava in die Flasche?

Wie kommt der Cava in die Flasche?

Das lernen die Besucher der vornehmen Produktionsstätte von Codorníu

Das lernen die Besucher der vornehmen Produktionsstätte von Codorníu

Eine meiner favorisierten Erinnerungen an Barcelona aber ist der Moment, als ich Wayne Coyne von den Flaming Lips auf den Ramblas getroffen habe. Wayne trug seinen beigefarbenen Anzug, der zu seinem Markenzeichen geworden ist, und er pfiff einen meiner Lieblingssongs: „The Golden Path“.

Begegnung in Barcelona: Wayne Coyne und die Flaming Lips

Begegnung in Barcelona: Wayne Coyne und die Flaming Lips

Wayne war streng genommen auch der Grund, warum ich einmal den Weg nach Barcelona angetreten habe. In der Stadt schließlich steigen ständig ausgelassene Festivals, bei denen nicht selten meine Lieblings-Bands auftreten.

Wir so im Festival-Modus

Wir so im Festival-Modus

Anders als bei mir daheim in Köln, werden die Festivals in Barcelona auch von zwergwüchsigen walisischen Lehrern besucht, die kurz vor ihrer Pensionierung noch einmal The Jesus & Mary Chain sehen wollen.

Wayne Coyne gehört zu den Menschen, die sich gerne in einer Luftblase übers Publikum tragen lassen

Wayne Coyne gehört zu den Menschen, die sich gerne in einer Luftblase übers Publikum tragen lassen

Doch in der Menge befinden sich auch großzügige Däninnen, die uns von den Schultern ihrer Freunde ein kostenloses Blättchen LSD anbieten – ein Angebot, das wir ausschlagen.

Spaß für alle Altersklassen: Das inzwischen verblichene "Summer Case"

Spaß für alle Altersklassen: Das inzwischen verblichene „Summer Case“

Auch ohne Drogen aber war der Fußweg vom Festival-Gelände quälend lang. Aber dafür gehört die Ankunft zu den schönsten Barcelona-Momenten überhaupt: Die Nacht wurde langsam zum Tag – und es war still im Barri Gòtic. Nicht sehr lange, aber es genügte zum Einschlafen.

Schwarz zu Blau: Kurz vor Sonnenaufgang ist es still in Barcelona

Schwarz zu Blau: Kurz vor Sonnenaufgang ist es still in Barcelona

Dann beginnt der nächste Tag. Mit einem kräftigen Espresso und einer nicht minder starken Sonne.

Ein Espresso unter Palmen

Ein Espresso unter Palmen

Unverzichtbarer Bestandteil: Flirt mit spanischen Ladies

Unverzichtbarer Bestandteil: Flirt mit spanischen Ladies

Beim ersten Bierchen am Strand von La Barceloneta steigt die Freude auf den nächsten Festival-Tag.

Gruppen-Selfie auf dem Weg zwischen Strand-Besuch und Montadito-Zwischenstopp

Gruppen-Selfie auf dem Weg zwischen Strand-Besuch und Montadito-Zwischenstopp

So könnte ich wohl noch ein paar Meter weiterschreiben. Denn das Razzmatazz habe ich noch gar nicht erwähnt. Hier habe ich einst den großen Rufus Wainwright in seinem Element gesehen – inklusive Kreuzigungsszene.

Kein Problem in Barcelona: Kanadischer Liedermacher stellt Kreuzigung nach

Kein Problem in Barcelona: Kanadischer Liedermacher stellt Kreuzigung nach

Aber ich denke, dass ich besser nochmal hinfahre. Vielleicht entdecke ich dann noch mehr Dinge, die ich an Barcelona vermisse.

Informationen:

Weitere Infos über Stadt auf der Seite des Spanischen Tourismusbüros

Anreise zum Beispiel mit Germanwings

Ralf Johnen, August 2014. Text und Bilder: Ralf Johnen. Der Autor war privat in Barcelona. Mehrmals.

2 Kommentare

  1. Ich war auch schon mal in Barcelona, aber Gaudis Bauten habe ich leider noch nicht bei Nacht gesehen. Sieht sehr schön aus! Die Pimientos de Padron esse ich auch sehr gerne, aber viele kann man nicht davon essen (sehr salzig).

    Gruß

    Antworten

  2. Pingback: Warum ich mir ein anderes Barcelona schaffen musste - BOARDING COMPLETED

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