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Island in drei Tagen

Wackerer Vertreter des Original-Geysir: Alle zehn Minuten beweist sich der Stokkur aufs Neue

Wackerer Vertreter des Original-Geysir: Alle zehn Minuten beweist sich der Strokkur aufs Neue

Tag 1: Der „Golden Circle“

Wir sitzen im nördlichsten pakistanischen Restaurant der Welt. Ich bestelle Lammcurry und beäuge mit einiger Skepsis das klapprige Mobiliar. „Prost!“, sagt Stefan, nachdem wir die Erlaubnis eingeholt haben, unsere Mobiltelefone mit kostenlosem isländischen Strom neues Leben einzuhauchen. [Weiterlesen]

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Von Teufels Küche zum Brauhaus Gottes: Mit dem Wohnmobil durch Colorado (Teil 2)

Okay, hier sind wir also gestern hinaufgefahren. Mit einem 31 Fuß langen Wohnmobil und bei Dunkelheit

Okay, hier sind wir also gestern hinaufgefahren. Mit einem 31 Fuß langen Wohnmobil und bei Dunkelheit

Unser bescheidenes Gefährt weist eine Extravaganz auf: Das Radio blinkt die ganze Nacht über in funky Disco-Farben, als wäre es von Isaac Hayes oder Curtis Mayfield entwickelt worden. Als ich gegen 6 Uhr aufwache, bin ich mir endgültig sicher, dass ich das nicht geträumt habe. [Weiterlesen]

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Auch Kleinvieh macht Mist: Der zweite Goldrausch von Dawson City

Mythenumrankter Fluss: der Yukon River

Mythenumrankter Fluss: der Yukon River

„Wunder dich nicht, wenn es hier ein bisschen komisch riecht“, sagt Justin. Doch ich höre ihn kaum, während ich im Dreck stehe und mich etwas versonnen umblicke. Ich habe noch nie vor einer solchen Wand gestanden. Eine Wand aus Permafrostboden, der langsam auftaut. „Das ist nur die Mammutscheiße“, ergänzt Justin. Und das höre ich sehr wohl.[Weiterlesen]

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Vergessen und verwunschen: Die Atlantikinsel Cumberland Island in Georgia

Leicht euphorisiert passieren wir die Grenze. Uns war nicht wirklich bewusst, dass wir nach Florida kommen würden. Und nach einem deutschen Winter haben wir schon unangenehmere Botschaften gelesen als: „Welcome to the sunshine state“. Wir steuern den Hafen von Fernandina Beach auf Amelia Island an, denn von hier aus fahren die Boote nach Cumberland Island, der südlichsten Insel Georgias. [Weiterlesen]

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Schweigen ist Gold: Eine Nacht auf der Pistenraupe in Norwegen

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Ich kann es den kleinen Rackern förmlich von den Lippen ablesen. Obwohl sie ihre Worte auf Norwegisch sprechen. „Wer ist dieser Freak da drüben?“, fragen sie ihre Eltern. Der Typ, der alleine am Tisch sitzt, sich hinter einem Buch versteckt, ein Carlsberg für 10 Euro trinkt und sich sichtlich unentspannt das Essen vom Büffet reinschaufelt, während doch sonst im Speisesaal nur festlich gekleidete Familien sitzen. Mutter im kleinen Schwarzen, Vater im Smoking, und sie, die Kinder, in einer Art Kommunionstracht. [Weiterlesen]

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Dollar an der Wäscheleine (Teil 2)

Nicht immer herrscht Postkartenwetter

Nicht immer herrscht Postkartenwetter

Sporadische Kokusnuss-Ernte: Insel vor Necker Island

Sporadische Kokusnuss-Ernte: Insel vor Necker Island

Debbie weiß, dass dies der Wahrheit entspricht. Der prominenteste Einwohner der British Virgin Islands, Sir Richard Branson, residiert hier. „Die Strände“, sagt sie, „sind trotzdem öffentlich zugänglich“. Und Branson selbst lasse Neugierige nicht verscheuchen, so lange sie nur dort unterwegs seien. [Weiterlesen]

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Urlaub auf der Dude Ranch – Oder warum ein Cowboy nicht James heißen kann (Teil 2)

Kopfbedeckung mit Stil: Joe Moore

Kopfbedeckung mit Stil: Joe Moore

Ein Leben ohne Netz

Flirts mit dem Showbusiness sind Nancy und Joe Moore fremd. Wo die beiden zuhause sind, gibt es keine Mobilfunknetze. Die Straßen sind nicht mehr als Schotterwege und die Nachbarn leben in über zehn Kilometern Entfernung. Auch die Moores besitzen eine Ranch. Doch hier in der Nähe von Bucklin im Bundesstaat Kansas ist das Leben noch wirklich ursprünglich.

Laramie hadert deswegen nicht selten mit seinem Schicksal. Der 17-Jährige ist das jüngste dreier Kinder, von denen nur noch er bei den Eltern wohnt. Mutter Nancy, die einst das College besucht hat, unterrichtet den kräftigen Burschen zuhause. Die Tatsache, dass Laramie gerade die Koketterie mit dem Cowboy-Dasein entdeckt hat, bleibt weitgehend unbemerkt. Der Junge soll die Ranch eines Tages übernehmen. An diesem Tag aber beschwert es sich, dass er nicht mit seinen Kumpels ins Schwimmbad gehen kann.

Gute Haftung: Walking Stick

Gute Haftung: Walking Stick

Widerwillig begleitet Laramie Vater Joe zum Stall. Beide überlegen, welchen Tieren sie die wenig behänden Reiter zumuten könnten. Dann rufen sie ihnen die wichtigsten Regeln in Erinnerung – und los geht es. Bald hat sich Stute Mare an den Passagier gewöhnt. Nach wenigen Minuten gelangen wir in die Nähe der ersten Texas Longhorns. Rund 300 Exemplare dieser Rinderspezies halten Nancy und Joe auf ihrem fast 2400 Hektar großen Anwesen. Mit ihren Hörnern, die eine Spannweite von bis zu 2,50 Metern erreichen, sind die Tiere ein erhabener Anblick. Doch Joe macht an diesem heißen Julivormittag einen besorgten Eindruck: Er hat schon zwei Tiere gesehen, die unter einer Augenkrankheit leiden.

Kapitale Heuschrecke in Kansas

Kapitale Heuschrecke in Kansas

Jagd auf Coyoten

Es ist ein ursprüngliches Leben, das die Moores fernab der Zivilisation führen. Entsprechend verzichten sie auf Massentierhaltung und Viehfutter. „Unsere Rinder“, sagt Joe, „ernähren sich ausschließlich von saftigem Gras“. Zur Beschreibung dieses Grundsatzes verzichtet er auf  Modewörter wie „bio“. Er arbeitet so, weil er es schon immer so getan hat. Und weil er eine gesunde Portion Skepsis gegenüber der amerikanischen Landwirtschaftsindustrie mitbringt.

Beute für die Kojoten

Beute für die Kojoten

„Hier in Kansas“, sagt er, „geht das noch“. Die Einkünfte, die der Familie dadurch entgehen, gleicht sie aus, indem sie ihr Leben mit Besuchern teilt. Die Gäste – es sind nie mehr als sechs – wohnen während dem Urlaub auf der Dude Ranch in spartanischen Sperrholzhütten. Als Entschädigung für den entgangenen Luxus werden sie mit Longhorn-Beef bekocht. Sie können nachts einen Sternenhimmel genießen, der durch keinerlei Kunstlicht beeinträchtigt ist. Und sie nehmen eine authentische Erfahrung mit nach Hause. Nichts auf der Moore Ranch ist stilisiert oder idealisiert. Es ist eine „Working Ranch“. Allerdings gilt auch hier: Erst die Tiere, dann die Gäste.

Informationen:

Die „Dude Ranches“ und „Working Ranches“ können über die Flughäfen von Oklahoma City, Tulsa (beide Oklahoma) oder Wichita (Kansas) erreicht werden. Die beste Reisezeit sind die Monate April und Mai sowie September und Oktober. Die Zeit von Juni bis August kann mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius extrem heiß sein, die Wintermonate variieren von mild bis frostig.

Sperrholz statt Spa- auch das ist Prärietourismus

Sperrholz statt Spa- auch das ist Prärietourismus

Die Preise starten inklusive Vollpension bei zurzeit 120 Euro pro Tag und Person. Die Moore Ranch bietet neben den Aufenthalten auf der Ranch auch die Teilnahme an so genannten „Cattle Drives“ an. Dabei werden die Viehherden über größere Distanzen von einem Ort zum anderen begleitet. Drei Tage kosten inklusive Übernachtung im Zelt rund 550 Euro. Auch Anfänger können auf speziell ausgebildeten Pferden gefahrlos teilnehmen.

Organisierte Reisen inklusive Flug und Mietwagen sind über die Anbieter „America Unlimited“ und „Argus Reisen buchbar“. Flüge mit United gehen ab Frankfurt am Main über Chicago nach Wichita. Continental fliegt ab Berlin über Newark und Houston zu den Zielen der Region.

Ein Ranchurlaub lässt sich gut mit einem anderen amerikanischen Klassiker verbinden: durch Oklahoma führen fast 700 Kilometer der legendären Route 66, durch Kansas immerhin 21.

www.meadowlakeranch.com

www.moorelonghornranch.com

www.america-unlimited.de

www.argusreisen.de

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Georgia on my Mind (Teil 1)

Die Virginia-Eiche vor dem Haupthaus lässt ihre Zweige hängen. Sie wirkt müde, so mancher Ast liegt auf dem Boden auf. Doch Gogo Ferguson gönnt dem Baum diese Nachlässigkeit. Schließlich hat er die Last von mehr als 300 Jahren zu tragen. Und jede Menge „Spanish Moss“, ein gräuliches Farn, das zwar weder aus Spanien kommt noch zu den Moospflanzen gehört. Aber es ist das allgegenwärtige Erkennungsmerkmal der Südstaatenvegetation. „Beautiful“, stellt sie lapidar fest. [Weiterlesen]

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Gastein – Die Natur als Universität

Klar. Das Gasteiner Tal eignet sich bestens zum Skilaufen. Aber dazu kann sich der Naglmayr Johann gar nicht so häufig durchringen. Lieber schnallt er sich im engen Kötschachtal die Schneeschuhe unter. Vorzugsweise wenn Flocken vom Himmel kommen. „Das hat etwas Mystisches.“ In aller Ruhe setzt er einen Fuß vor den anderen. Dabei sind seine Augen weit geöffnet, denn der Hans, wie ihn alle nennen, ist stets auf der Lauer. [Weiterlesen]