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Dollar an der Wäscheleine (Teil 2)

Nicht immer herrscht Postkartenwetter

Nicht immer herrscht Postkartenwetter

Sporadische Kokusnuss-Ernte: Insel vor Necker Island

Sporadische Kokusnuss-Ernte: Insel vor Necker Island

Debbie weiß, dass dies der Wahrheit entspricht. Der prominenteste Einwohner der British Virgin Islands, Sir Richard Branson, residiert hier. „Die Strände“, sagt sie, „sind trotzdem öffentlich zugänglich“. Und Branson selbst lasse Neugierige nicht verscheuchen, so lange sie nur dort unterwegs seien.

Das Transportmittel vor Anker

Das Transportmittel vor Anker

 Wenn er seine Insel jedoch an Stars aus der Unterhaltungsbranche vermiete, würden deren Bodyguards aktiv. Da könne dann wohl auch Donny nichts ausrichten. Aber das, lacht sie, sei ja egal. Schließlich gebe es ja genug andere einsame Flecken.

Entzückend: Hütten im Bitter End Yacht Club

Den Bitter End Yacht Club zum Beispiel, der sich am äußersten nordöstlichen Zipfel von Virgin Gorda befindet. Wie Debbie erklärt, haben die Gründer Myron und Bernice Hokin in den 70er Jahren als letzte Anlaufsstelle für jene Segler errichtet, die von hier aus die Jungferninseln verlassen. Sei es in Richtung Sint Maarten, der nächst gelegenen Karibikinsel größeren Ausmaßes, oder auch mit dem Ziel, den Atlantik zu überqueren. Beides, so der Gedanke der Club-Eigentümer, sei bitter.

Plötzlich klärt Debbie die Anekdote um ihren Fünfziger auf. Den hatte sie in die Schleife ihres Bikini-Oberteils eingebunden, unterwegs verloren, und bei einem anschließenden Tauchgang zwischen den Papageienfischen nicht wieder gefunden. Nur eine Dollarnote hat die Frau aus Kentucky zurück an Bord gebracht. Das Meer geizt halt mit Wechselgeld.Am nächsten Tag schöpft Debbie die Kapazitäten der Segel voll aus. Der Zielhafen heißt Anegada auf der gleichnamigen Insel am nördlichen Ende des Archipels. Nur eine Fahrt im Beiboot führt zu Foxy. Doch Captain Debbie meint, dass sich der Abstecher in den Great Harbour lohnt. Schließlich betreibe der Mann in der Bucht ein kleines Imperium. Zudem spiele er Gitarre wie kein Zweiter. Ach ja: Und auf keinen Fall sollten wir vergessen, ihn danach zu fragen, wie er seine Frau Tessie kennen gelernt hat.

Noch mehr vom bitteren Ende - dem letzten Stopp vor Portugal

Noch mehr vom bitteren Ende – dem letzten Stopp vor Portugal

Nach dem kurzen Transfer vom Katamaran zum makellos weißen Strand erkennen wir Foxy an seinen langen Dreadlocks. Er sitzt auf dem Bootsanleger und schaut den Kindern dabei zu, wie sie in den kleinen Wellen planschen. Seine Lieblingsbeschäftigung, wenn er nicht gerade mit den Kids der Grundschule von Jost Van Dyke an einem Schiff bastelt. „Wir wollen den traditionellen Baustil der British Virgin Islands weitergeben“, sagt Foxy.

Feeling Foxy

Feeling Foxy

Foxy ist 71 Jahre alt. Ein Rastamann mit großem Herzen, der jedoch auch einen diabolischen Blick in seinem Repertoire hat. Auf dem Eiland, das überwiegend von Seglern angesteuert wird, gelten er und seine Bar als Institution. Das mit der Partnerwahl scheint hier tatsächlich nicht so einfach zu sein. Glaubt man Foxy, so ist er 1973 von mitleidigen Kumpels auf einem Schiff in die ferne Welt entführt worden, um seinem tristen Dasein als Junggeselle endlich ein Ende zu bereiten. Die Geschichte, die sich seinerzeit zugetragen hat, ist zu lang, um sie hier wiederzugeben. Aber so viel sei verraten: Frei von Seemannsgarn ist sie nicht.

Den Schein im Nacken: Touristin auf dem Weg in die Soggy Dollar Bar

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