Southern Cuisine, Geschichte, Musik, Strand und Meer sind die Zutaten für eine perfekte Rundreise durch Alabama. Hinzu kommen elegante Architektur und das Erbe eines umstrittenen Deutschen.

Willkommener Anblick bei der Rundreise durch Alabama: Trompeter bläst eine Fanfare
Vor einigen Jahren hatten wir einen Bob-Dylan-Moment: Wir waren vom Panhandle von Florida in Richtung Westen unterwegs, als uns ein aufziehender Hurrikan an der Weiterfahrt gehindert hat. So wie einst der eloquent nölende Meister hingen wir in Mobile fest. Mit dem kleinen Unterschied, dass wir keinen Memphis-Blues, sondern uns vergeblich nach New Orleans gesehnt hatten.

Die Welt ist eine Auster: Straßenkunst in Mobile
Rundreise durch Alabama: Auftakt in New Orleans
Die Erinnerung an diese Episode taucht wieder auf, als wir uns erneut der Küstenstadt nähern. Diesmal soll sie Ausgangspunkt einer Rundreise durch Alabama sein. Ein Bundesstaat, der dank Sweet Home Alabama zwar in jeder Bar der westlichen Welt präsent ist. Doch jenseits der Mitgrölhymne von Lynyrd Skynyrd ist nicht so viel darüber bekannt. Außer vielleicht, dass es sich um den Inbegriff eines Südstaates handelt.

Alle Augen auf mich: das Restaurant Paparazzi in Mobile
Von New Orleans sind es gut 200 Kilometer bis nach in die 200 000-Einwohnerstadt an der Mobile Bay. Einmal angekommen, bemerken wir sofort eine gewisse Ähnlichkeit zu The Big Easy: In der Dauphin Street strecken American Live Oak ihre Zweige tentakelförmig aus. Die Balkone eleganter Villen sind mit schmiedeeisernen Geländern ausgestattet. Die Restaurants kultivieren Southern Soul Food. Und wie wir in der Government Street sehen, feiert auch Mobile den Mardi Gras. Ja, es gibt sogar ein Carnival Museum.

Ein ausgewiesener Karnevalsexperte: Guide L. Craig Roberts
Mobile und die Erfindung des Mardi Gras
In dem Ausstellungshaus kommt der flamboyante Guide L. Craig Roberts schnell auf den Punkt: »Wir in Mobile hatten den ersten Mardi Gras der Welt.« Auch sei die Stadt bereits 1702 von französischen Katholiken gegründet worden und somit älter als The Big Easy. »Die Franzosen haben die karnevalistischen Bräuche mitgebracht. Anders als im viel zu kalten Quebec konnten sie die hier auch kultivieren.«

Was bedeuten Eule, Mondsichel und Harlekin-Kostüm? Das Carnival Museum in Mobile verspricht Aufklärung
Es ist historisch belegt, dass die Ursprünge des amerikanischen Mardi Gras in Mobile liegen. Der erste Umzug wird laut Roberts auf 1711 datiert. Heute existieren nicht weniger als 77 Mystic Societies und der Umzug am Fat Tuesday zieht Jahr für Jahr mehr als eine Million Besucher. Populäres Wurfmaterial sind die Moon Pies, mit Vanillecreme gefüllte Kekse, von denen wir eine Packung mit auf den Roadtrip nehmen.

Das Carnival Museum ist ein lohnender Zwischenstopp bei einer Rundreise durch Alabama
Austern nach Art der Südstaaten
Zuvor jedoch probieren wir eine lokale Spezialität, die in der großflächigen Bucht von Mobile gezüchtet wird: Austern. Bei Wintzell’s Oyster House kommen die Krustentiere »Fried, stewed or nude« of den Teller. Unsere favorisierten Zubereitungsarten sind die Bienville mit Shrimps, Krebsfleisch und Parmesan sowie Monterey mit Jalapeño, geräuchertem Bacon und Cheddar. Nichts für Puristen, aber wir befinden uns ja nicht umsonst in den Südstaaten.
Am nächsten Tag nehmen wir Kurs auf Norden. Wir durchqueren üppig grüne und eher spärlich besiedelte Landschaften, bis wir nach fünf Stunden Birmingham erreichen. Über der auch als Pittsburgh des Südens bekannten Industriestadt liegt ein dunkler Schatten, seit sie in den 1950ern und 60er Jahren zu einer Hochburg des Ku-Klux-Klan aufgestiegen ist. Martin Luther King hatte Birmingham gar als »Metropole der Rassentrennung« bezeichnet.

Auch der Bundesadler hat seinen Weg nach Alabama gefunden. Hier im Biergarten »Lower Downtown«
Rundreise durch Alabama: Schwere Kost in Birmingham
Tiefpunkt war der 15. September 1963, als bei einem Bombenanschlag auf die 16th Street Baptist Church vier junge afroamerikanische Mädchen ums Leben gekommen sind. Die Stadt hat ihre Geschichte nach Kräften aufgearbeitet, aber nicht vergessen.

Carolyn McKinstry war bei den Birmingham Bombings anwesend
Wir besuchen das Civil Rights Institute als Dokumentationszentrum, den Kelly Ingram Park als Gedenkstätte und die Kirche selbst, die allesamt nur wenige Schritte voneinander entfernt sind. Schwere Kost, die wir nicht vergessen werden.
Alabama: eine Hochburg des Soul Food
Doch wir möchten Birmingham nicht auf seine Geschichte reduzieren und beschließen, einer Stärke auf den Grund zu gehen: Soul Food. Im Hot and Hot Fish Club laben wir uns an einer Cuisine mit Einflüssen aus den Südstaaten, Kalifornien und Frankreich. Highlight: die Alabama Seafood Noodle Bowl.

Ergreifende Gedenkstätte: der Kelly Ingram Park in Birmingham
Am nächsten Tag fahren wir gut anderthalb Stunden weiter gen Norden. Dort schraubt sich ein Relikt der US-Geschichte in den Himmel, auf das die Amerikaner mit mehr Stolz blicken können: eine Rakete des Typen Saturn V. Sie ist die weithin sichtbare Landmarke das NASA-Niederlassung in Huntsville. Das Space and Rocket Center ist öffentlich zugänglich und eine Mischung aus Forschungslabor, Produktionsstätte, Dokumentationszentrum und Museum.

Ungewöhnlich: Huntsvilles Skyline
Die NASA-Basis in Huntsville
Auch wenn Cape Canaveral und Houston aufgrund ihrer historischen Rollen für Mondlandung und bemannte Raumfahrt einen Großteil der öffentlichen Aufmerksamkeit auf sich ziehen, so ist Huntsvilles Bedeutung nicht zu unterschätzen: hier wurden die Startrampe für Canaveral und das Antriebssystem für die Saturn-Trägerraketen entwickelt.

Ein weiterer Höhepunkt der Rundreise durch Alabama: Rakate vom Typ Saturn V
Präsident Eisenhower hat die Anlage in ihrer heutigen Form 1960 eröffnet, doch Raketenforschung wurde hier bereits seit 1949 betrieben. Federführend dabei war ein Wissenschaftler, der in Deutschland eine zweifelhafte Reputation genießt: Wernher von Braun.

Büste des deutschen Wissenschaftlers und NSDAP-Mitglieds Wernher von Braun in Huntsville, Alabama
Begegnung mit Wernher von Braun
Der Physiker war NSDAP-Mitglied und hatte für die Nationalsozialisten die V2-Rakete entwickelt. Obwohl die Waffe von beschränktem Einfluss auf den Kriegsausgang war, waren die Amerikaner nach Kriegsende sehr an Brauns Expertise interessiert. Im Rahmen der sogenannten Operation Overcast wurde er gemeinsam mit mehr als 50 weiteren deutschen Wissenschaftlern in die USA übergesiedelt, wo er sich in den Dienst der Vereinigten Staaten zu stellen hatte.

Unverstellte Verehrung auf Amerikanisch: der Schreibtisch Wernher von Brauns
Zumindest in Huntsville scheint man der Meinung, dass er dies auf hervorragende Weise getan hat, denn hier sind eine Multifunktionshalle mit 9000 Sitzplätzen, ein Planetarium und ein Forschungszentrum nach Wernher von Braun benannt. Die wohlwollende Haltung ist auch darauf zurückzuführen, dass Huntsville im Kielwasser von Brauns und der NASA zur größten und wirtschaftsstärksten Stadt Alabamas geworden ist.

Ein weiterer Höhepunkt der Rundreise durch Alabama: Rakate vom Typ Saturn V
Riesige Raketen bei der Rundreise durch Alabama
Top-Attraktion bleibt das Space and Rocket Center, wo sich die NASA publikumswirksam inszeniert. Neben Raketen verschiedener Bautypen, einer Raumstation und dem rekonstruierten Büro Wernher von Brauns bringen Weltraumveteranen Leben ins Haus, die mit den Besuchern plaudern. Wir haben das Glück, dass uns der betagte Otha anspricht, der sich als stolzer Besitzer eines Führerscheins für Weltraumfahrzeug entpuppt.

Gelebte Chancengleichheit: weibliche Besucherin im Astronautenanzug
Weiter geht es in den äußersten Nordwesten Alabamas, wo sich zu beiden Seiten des Tennessee River The Shoals ausbreiten – ein aus sieben kleinen Städtchen bestehender Miniaturballungsraum. Zunächst legen wir eine Pause bei Champy’s Famous Fried Chicken ein, das uns für typische Alabama-Gerichte ans Herz gelegt wurde.

Das Rosenbaum House pflegt sich durch seine horizontalen Linien fast unbemerkt in die Landschaft ein
Ein Meisterwerk von Frank Lloyd Wright
Wir bestellen Southern Style Fried Green Tomatoes und anschließend Chicken ‘n Waffle. Ein Gericht, das wie der Name es sagt, aus der Kombination süßer Waffeln, frittiertem Hähnchenfleisch und Maple Sirup besteht, und das sich in den USA bis an die Küsten ausgebreitet hat.

Formvollendet: die Bibliothek der Rosenbaum House von Frank Lloyd Wright in Florence, Alabama
Gut gesättigt überqueren wir den Fluss nach Florence, das seinem hochtrabendem Namen dank des Ehepaars Stanley und Mildred Rosenbaum durchaus gerecht wird.

Als käme gleich das Essen auf den Tisch: das Rosenbaum House von Frank Lloyd Wright in Florence, Alabama
Der Hochschullehrer und seine Frau hatten in den 1930er Jahren die Autobiographie von Frank Lloyd Wright gelesen und Amerikas erstem Stararchitekten mit dem Bau ihres Domizils beauftragt.

Extrem horizontale Linien sind eines der Markenzeichen der Entwürfe von Frank Lloyd Wright
Abstecher in die Shoals
Das Rosenbaum House zählt zu den gelungensten Exemplaren jenes Baustils, den Wright als Usonian Style bezeichnet hat. Ein Wohnhaus, das sich mit natürlichen Materialien und horizontalen Formen leichtfüßig in die Landschaft einfügt, und das schon kurz nach seiner Fertigstellung 1940 auf Fotos den Weg ins Museum of Modern Art in New York gefunden hat. Trotz der bei Wright üblichen Mängelliste wie leckendem Dach und großzügiger Überschreitung des Budgets.

Wohnzimmer mit Sitzmöbeln im Rosenbaum House, das Frank Lloyd Wright in Florence, Alabama, realisien konnte
Keine fünf Kilometer südlich wartet auf der Südseite des Tennessee River ein weiterer Ort, der Kulturgeschichte geschrieben hat. Es handelt sich um einen rechteckigen Bau aus groben Gesteinsbrocken an der Adresse 3614 Jackson Highway in Sheffield, Alabama. Kenner der Musik aus den 60er und 70er Jahren könnten den Bau wiedererkennen, denn er ist auf dem Cover des gleichnamigen Albums von Cher abgebildet.

Cher hat im Muscle Shoals Recording Studio ihr Album 3614 Jackson Highway aufgenommen
Ein Dry County während der Rundreise durch Alabama
Ein höchst ungewöhnlicher Ort für Popstars, sollte man denken. Doch wie wir beim Rundgang durch die Muscle Shoals Sound Studios erfahren, haben auch die Rolling Stones (»Wild Horses«), Elton John, Willie Nelson, und Bob Dylan (»Gotta serve somebody«) hier aufgenommen. Das hatte zwei Gründe: die Studios verfügten mit der Muscle Shoals Rhythm Section über eine versierte Begleitband, die allen Sounds und Situationen gewachsen war.

Foto von Mick Jagger im Muscle Shoals Sound Studio in Alabama
Zudem befanden sich die Studios in einem sogenannten dry county – und das in nur 200 Kilometern Entfernung zur Musikkapitale Nashville. Anders ausgedrückt: Stars, die des übermäßigen Konsums von Alkohol und Drogen verdächtig waren, wurden von ihren Plattenform gerne in die Shoals verfrachtet, um die Produktivität zu erhöhen. Die im Keller des Baus aufgereihten Flaschen und Fässer geben berechtigten Anlass zum Zweifel, ob der Plan aufgegangen ist.

Verdächtig im Dry County: ein Fass Frankenheim Alt aus Düsseldorf
Alabamas Küste: Herrliche Tage in Gulf Shores
Am Abend bilanzieren wir, dass wir bei unserer Reise unverhofft tief in amerikanische Geschichte und Gegenwart eingetaucht sind. Mit Zwischenstopps, die wir in Alabama kaum vermutet hätten. Doch einen Höhepunkt haben wir uns für das Finale aufgehoben. Hierzu fahren wir zurück an die Küste. Unser Ziel ist Gulf Shores, ein nur wenige Kilometer westlich der Grenze zu Florida gelegenes Seebad. Wir erinnern uns, auch damals auf dem misslungenen Trip nach New Orleans hier durchgekommen zu sein.

Besser als Florida? Die Küste von Gulf Shores als Abschluss der Rundreise durch Alabama
Seinerzeit war es dunkel. Diesmal aber schaffen wir es kurz vor Sonnenuntergang zum schneeweißen Strand. Wir halten zunächst nur die Füße ins Wasser, doch als sich die Sonne immer mehr dem Wasser nähert, entscheiden wir uns um: wir müssen einfach eintauchen in den Golf von Mexiko. Ein Ritual, das wir an drei Tagen Strandurlaub noch viele Male wiederholen.

Ideal zum Abhängen: die weißen Sandstrände Alabamas
Etappenplan für die Rundreise durch Alabama
Bester Ausgangspunkt für einen Roadtrip durch Alabama ist New Orleans. Wer an einem Flughafen mit direkter Anbindung nach Deutschland starten möchte, wählt Atlanta. Die hier ausgewiesene Route ist etwa 900 Meilen beziehungsweise 1440 Kilometer lang, für das Programm sollte man sieben bis acht Tage einplanen.

Dramatisch: der Sonnenuntergang in Gulf Shores
Tag 1: Von New Orleans nach Mobile
Vom Louis Armstrong International Airport in New Orleans sind es über die Interstate 10 knapp 250 Kilometer bis nach Mobile. Wer Zeit mitbringt, aber sollte ab Bay St. Louis die Küstenstraße durch Mississippi (coastalmississippi.com) nehmen, die vorbei an nicht enden wollenden Sandstränden vorbei an verschlafenen Orten und Casino-Resorts wie Biloxi führt.

Säulenmodell: Architektur in Mobile kann ehrfurchteinflößend sein
Highlight ist Oceans Springs, das sich mit seiner künstlerischen Aura deutlich vom Rest abhebt.
Tag 2 der Rundreise durch Alabama: Mobile
Ein Denkmal zu Ehren Bob Dylans ist uns nicht untergekommen. Doch Mobile bietet genug für einen eintägigen Aufenthalt. Das Mobile Carnival Museum ist nicht zuletzt dank der extravaganten Guides interessant. Vor allem Amerikaner besuchen außerdem den USS Alabama Battleship Memorial Park (ussalabama.com) rund um ein ausgemustertes Schlachtschiff von 1940.

Immer auf der Hut: Eichhörnchen auf dem Stamm einer amerikanischen Eiche
Interessanter ist das Dokumentationszentrum zum Wrack der Clotilda (clotilda.com), das 1860 110 Afrikaner gegen ihren Willen nach Alabama verfrachtet hat und als letztes Sklavenschiff gilt. Regionaltypisches Essen gibt es im Wintzell’s Oyster House (wintzellsoysterhouse.com), das Downtown Hampton Inn (hilton.com) ist eine angenehme Unterkunft. Bars locken vor allem auf Dauphin und Government Street.
Tag 3: Von Mobile nach Birmingham
Auf den rund 400 Kilometern hinauf nach Birmingham (birminghamal.org) stellt sich das typisch amerikanische Road-Trip-Gefühl ein. 16th Street Baptist Church (16thstreetbaptist.org), Birmingham Civil Rights Institute (bcri.org) und Kelly Ingram Park (nps.gov) sind Pflicht für alle, die sich für die bewegte Bürgerrechtsgeschichte interessieren.

In Mobile hat der erste Mardi Gras der USA stattgefunden – und das dürfen Besucher wissen
Das historische Tutwiler Hotel (hilton.com) ist eine gute Ausgangsbasis. Birmingham hat sich als Hotspot der Southern Cuisine etabliert, z.B. im Hot and Hot Fish Club (hotandhotfishclub.com). Abends ist die Innenstadt recht verlassen, besser einen Wagen nehmen.
Tag 4: Von Birmingham nach Huntsville
Auf den 160 Kilometern nach Huntsville (huntsville.org) überquert man den Tennessee River. Tatsächlich sind es von hier nur wenige Kilometer bis zum Music State. Huntsville ist ein dynamisches Tech-Zentrum, dessen Wirtschaft spürbar vom den NASA-Einrichtungen der NASA (Space and Rocket Center, rocketcenter.com) profitiert.

Meet Otha – ein Wissenschaftler aus dem Team von Wernher von Braun
Das Spring Hill Suites Downtown (marriott.com) erlaubt komfortable Nachtruhe. Die nur wenige Blocks große Downtown ist freundlich und fußgängerfreundlich, ein guter Ort für einen Drink z.B. im Sip (siphuntsville.com).
Tag 5: Von Huntsville nach The Shoals
Die 130 Kilometer nach The Shoals (visitflorenceal.com), einem Zusammenschluss kleiner Städte am Tennessee River, sollte man früh in Angriff nehmen, denn es locken mehrere Highlights: Frank Lloyd Wrights Rosenbaum House (wrightinalabama.com), das Muscle Shoals Sound Studio (muscleshoalssoundstudio.org) und die Fame Studios (famestudios.com) liegen dicht beeinander.

Der Autor in seinem Element. Foto: Frida van Dongen
Champy’s Famous Chicken (champyschicken.com) ist ein legendäres Südstaatenlokal mit Live-Musik.
Tag 6: Von The Shoals nach Gulf Shores
Die Strecke zurück an die Küste ist etwas über 600 Kilometer lang. Am schnellsten geht es über die I-65. Hier bietet sich ein Zwischenstopp in Alabamas Hauptstadt Montgomery (experiencemontgomeryal.org) an, die ihrerseits auf eine bewegte Bürgerrechtsgeschichte zurückblickt. Sehr beeindruckend ist das National Memorial of Peace and Justice (legacysites.eji.org/about/memorial/). Etwas länger ist der Weg auf der US-45, die jedoch mehr vom typischen Südstaatengefühl vermittelt.

Wenn der Tag sich verabschiedet im Süden Alabamas
Tag 7 Rundreise durch Alabama: Endlich Küste
Alabamas Küste mag nur knapp 100 Kilometer lang sein. Dabei unterscheidet sie sich im besten Sinne kaum von Floridas Panhandle. Gulf Shores (gulfshores.com) und das angrenzende Orange Beach etwa liegen auf einer Barriereinsel, verfügen über einen Pier (der nach hurrikanbedingter Renovierung im Sommer wieder freigegeben wird), Strandlokale und im Hinterland über den Gulf State Park (alapark.com) mit Seen und Wanderwegen. Herrlich entspannt für die Übernachtung ist das Indigo Orange Beach (ihg.com).

Populäres Wurfgut im Mardi Gras von Mobile: Moon Pies
Tag 8: Von Gulf Shores nach New Orleans
Die Strecke von Gulf Shores nach New Orleans ist knapp 200 Meilen oder 320 Kilometer lang, wofür wir etwas mehr als drei Stunden benötigen.
Weitere Informationen über mögliche Rundreisen durch Alabama auf der Webseite des Bundesstaats.
Text und Bilder: Ralf Johnen, April 2025.

Aus jeder Perspektive eine Augenweide: das Rosenbaum House
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